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Newsletter-Archiv
Keine andere Energieform in Deutschland legte 2020 bei der Stromerzeugung stärker zu als die Photovoltaik: Laut des im Mai aktualisierten Jahresberichts der Energiewirtschaft verzeichnete sie einen Zuwachs von 11,7 %. Nahezu jede zehnte im letzten Jahr verbrauchte Kilowattstunde stammte demnach aus Sonnenenergie. Nach der wegweisenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das Klimaschutzgesetz in seiner jetzigen Form für in Teilen verfassungswidrig zu erklären, und der daraus resultierenden Novellierung des Gesetzes will die Bundesregierung die solare Kraftwerksleistung nun bis zum Ende des Jahrzehnts verdoppeln.
Im Jahr 2001 beschloss die deutsche Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie und gleichzeitig die Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Seit 2003 wurden mittlerweile elf Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Ende diesen Jahres sollen nun mit Grohnde, Brokdorf und Grundremmingen C drei der sechs derzeit noch laufenden Atomkraftwerke stillgelegt werden. Doch ohne eine gesamteuropäische Lösung ist es bis zum endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft noch ein weiter Weg.
Die Bundesregierung hat mit ihrer im Sommer 2020 verabschiedeten Nationalen Wasserstoff-Strategie (NWS) ein ehrgeiziges Ziel formuliert: Deutschland soll weltweit Vorreiter bei dem als klimafreundlich angesehenen Einsatz von Wasserstoff werden. Doch diese Strategie könnte durch die Etablierung einer Wasserstoff-Wirtschaft auf Basis nicht-regenerativer Energieträger sogar zunächst kontraproduktiv sein.
Schon Ende des 19. Jahrhunderts bildeten sich in Brandenburg die ersten Ansätze des ökologischen Landbaus heraus. Während die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Brandenburg weiter zurückgegangen ist, konnte bei den ökologisch wirtschaftenden Erzeugern seit 2010 ein Anstieg um mehr als 20 % auf über 800 Betriebe verzeichnet werden. Dennoch ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche mit aktuell ca. 13 % immer noch viel zu gering, um die Nachfrage nach regional erzeugten, biologisch angebauten Lebensmitteln zu decken. Während die Potsdamer Landesregierung den Ökolandbau weiter fördern und ausbauen will - bis 2024 soll die Fläche auf 20 % steigen - ist von Seiten der Europäischen Union kein großer Reformwille erkennbar.