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Solarstrom - neuer Rekord im September 2020

Mit insgesamt 4,6 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) eingespeistem Strom haben die deutschen Solaranlagen im September 2020 so viel Strom produziert wie in keinem September zuvor. Auch die regenerativen Energieerzeugungsanlagen in Deutschland sind im bisherigen Jahresverlauf von Januar bis September 2020 insgesamt weiter auf Kurs: Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 fiel die Stromerzeugung aus allen erneuerbaren Energiequellen um etwa 5 % höher aus. Die konventionelle Stromerzeugung ging dagegen deutlich zurück.

September 2020: der bisher beste Septembermonat für die Solarstromerzeugung

Mit insgesamt 206 Sonnenstunden lag der September 2020 etwa 37 % über dem langjährigen Mittel von 150 Stunden. Dementsprechend hoch fiel im September 2020 auch die Solarstromerzeugung aus. Insgesamt erreichte die Einspeisung der Solaranlagen in Deutschland nach den aktuell vorliegenden Daten der Netzbetreiber im September 2020 4,6 Mrd. kWh. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Plus von fast 17 % (Sep 19: 3,9 Mrd. kWh). Damit war der September 2020 für die Solarstromerzeugung der bisher beste, in keinem Septembermonat haben die PV-Anlagen bislang mehr Strom erzeugt.

Januar bis September: insgesamt 5 % mehr regenerativ erzeugter Strom als im Vorjahreszeitraum

In den ersten 9 Monaten des Jahres 2020 wurden in Deutschland bereits etwa 176 Mrd. kWh Ökostrom produziert und in die Netze eingespeist. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um rund 5 % (Jan - Sep 2019: 168,3 Mrd. kWh). Der Zuwachs geht vor allem zurück auf eine höhere Einspeisung von Wind- und Solarstrom. Der größte Beitrag zum regenerativen Stromaufkommen entfiel auf die Windenergie, die mit ca. 92 Mrd. kWh um etwa 6 % gestiegen ist (Jan - Sep 2019: 76,9 Mrd. kWh). Darauf folgte die Solarenergie mit 41,3 Mrd. kWh, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Wachstum von etwa 10 % entspricht (Jan – Sep 2019: 37,5 Mrd. kWh). Die Stromerzeugung aus Wasserkraft und Bioenergie fiel dagegen etwas niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.

Überproportional starker Rückgang bei der Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle 

Anders als bei der regenerativen Stromerzeugung ergab sich bei der konventionellen Stromerzeugung ein deutlicher Rückgang, der sich von Januar bis September auf rund 17 % summiert. Beim Atomstrom spiegelte sich in dem Rückgang von 14 % auf 44,3 Mrd. kWh die Abschaltung des Atomkraftwerks Philippsburg Ende 2019 wider. Bei der Stromerzeugung aus Braunkohle (54,9 Mrd. kWh, -28 %) und Steinkohle (20,7 Mrd. kWh, - 35 %) zeigte sich ein überproportional starker Rückgang. Im Gegenzug hält der Trend zu mehr Strom aus Gas an, insgesamt ist die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken von Januar bis September 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Deutschland um fast 24 % auf 39,2 Mrd. kWh gestiegen.

 

Quelle: IWR - Institut der Regenerativen Energiewirtschaft, Oktober 2020

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