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MostManufaktur Havelland wird neuer Regionalwert-Betrieb Regionalwert AG Berlin-Brandenburg unterstützt die Entwicklung eines regionalen Bio-Hafer-Drinks

Die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg hat Mitte Mai 2020 Genossenschaftsanteile an der Havelmi*** eG gezeichnet, einer neu gegründeten Genossenschaft zur Herstellung von Hafermilch. Die Produktion der Hafermilch von Havelmi*** ist bereits angelaufen und erfolgt in Zusammenarbeit mit der MostManufaktur Havelland (ehemals Mosterei Ketzür). Die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg hat den Kauf der Produktionsanlage gefördert und will sich zukünftig auch an der MostManufaktur beteiligen. Die Mosterei stellt neben der Hafermilch kreative Säfte aus regionalen oder fair gehandelten Früchten her.

Hafermilch: umweltfreundliche Alternative zu Kuhmilch und Sojaprodukten mit steigender Beliebtheit
 

Hafermilch avanciert momentan zur herausragenden Alternative zur Kuhmilch, nicht zuletzt aufgrund der besseren Ökobilanz. Die “Milch” ist rein pflanzlich und wird aus Haferflocken und Wasser hergestellt. Im Handel wird sie als “Haferdrink” oder “Hafergetränk” bezeichnet, da laut EU-Gesetzgebung die Bezeichnung Milch für tierische Produkte reserviert ist.

Die Konkurrenz im Bereich der Milchalternativen wächst, auch wenn der Markt derzeit vor allem noch durch Sojaprodukte geprägt wird. So hat Marktführer Alpro inzwischen neben Reis-, Mandel- und Kokosdrinks auch verschiedene Haferprodukte im Sortiment. Laut Alpro ist der Hauptgrund für das Wachstum von Hafergetränken eine Veränderung des Konsumverhaltens:

 

„Immer mehr Menschen legen Wert auf eine ausgewogene, nachhaltige und klimafreundliche Ernährungsweise, sie achten daher bewusst darauf, welche Lebensmittel sie kaufen, woher sie stammen und wie sie produziert wurden.“ So zeigt sich Alpro zuversichtlich: „Unserem Eindruck nach handelt es sich hier nicht um einen vorübergehenden Trend, sondern um ein grundlegendes Umdenken in der Bevölkerung, was wir natürlich sehr begrüßen.“  

Tatsächlich hat Hafermilch im Vergleich zu herkömmlicher Kuhmilch und zu den pflanzlichen Alternativen Mandel- und Sojamilch eine relativ gute Klimabilanz. Laut der Albert-Schweizer-Stiftung setzt die Herstellung von Haferdrinks im Vergleich zu Kuhmilch nur etwa ein Drittel der Treibhausgase frei. Auch im Energie- und Landverbrauch zeigt sich das Getreide weniger schädlich als etwa die Soja-Alternativen. Das liegt unter anderem daran, dass Hafer sehr gut in Deutschland angebaut werden kann und so lange Transportwege vermieden werden. Die Umweltauswirkungen sind jedoch letztendlich vor allem von der Art und Weise abhängig, wie die Pflanzen angebaut und verarbeitet werden. Das bedeutet im Idealfall: ohne Gentechnik und Pestizide, keine Monokulturen und kein problematischer Wasserverbrauch sowie mit geringen Treibhausgas-Emissionen. 

Hafermilch von Havelmi***: bio, regional und in Glasflaschen

Havelmi*** verwendet nur pflanzliche Zutaten, die ausschließlich aus dem Raum Berlin-Brandenburg kommen. Um die Emissionen durch den Transport so gering wie möglich zu halten, arbeitet das Unternehmen auch bei der Auslieferung mit der MostManufaktur Havelland zusammen und setzt auf lokale Verteilerpunkte. Durch einen direkten Vertrieb sowie die Zusammenarbeit mit Einzelhändlern wie z.B. Unverpackt-, Hof- oder Naturkostläden möchte Havelmi*** darüber hinaus einen möglichst großen Teil der Wertschöpfung in der Region behalten. Die Havelmi***-Produkte sind bzw. werden biozertifiziert. Darüber hinaus sind sie vegan und teilweise glutenfrei. Langfristig will das Unternehmen seine Rohstoffe ausschließlich über biozyklisch-veganen Anbau beziehen.

 

Quelle: Regionalwert AG Berlin-Brandenburg, Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt,  FR.de / 13.05.20