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Regionalwert AG Berlin-Brandenburg investiert zum ersten Mal in einen landwirtschaftlichen Betrieb Beerfelder Hof wird neuer Regionalwert-Betrieb

Die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg hat mit Johann Gerdes am 30. Juni 2020 den Vertrag zur Beteiligung an dem landwirtschaftlichen Betrieb Beerfelder Hof unterzeichnet. Durch den Beteiligungsbeitrag in Höhe von 100.000 Euro kann Johann Gerdes den seit Ende der 90er Jahre biozertifizierten Naturland- und Demeter-Betrieb Beerfelder Hof im brandenburgischen Steinhöfel übernehmen, den er bereits seit mehreren Jahren leitet. Der Beerfelder Hof ist der erste landwirtschafliche Betrieb, an dem sich die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg beteiligt.

Beerfelder Hof: außergewöhnliche Sortenvielfalt in Bio-Qualität

Johann Gerdes wuchs auf dem elterlichen Demeterhof in Niedersachsen auf. Nach seiner Landwirtausbildung auf Ökobetrieben in Niedersachsen und Schleswig-Holstein studierte er in Göttingen Landwirtschaft und später in Eberswalde Ökoagrarmanagement. Danach kam er auf den Beerfelder Hof von Martin Suhr, wo er heute als Betriebsleiter arbeitet.

Gerdes und seine Mitarbeiter bauen auf dem mehr als 700 ha großen Beerfelder Hof jedes Jahr 15 bis 20 Kulturarten an statt vier oder fünf Pflanzenarten, wie in der konventionellen Landwirtschaft. Die meisten Erträge bringen ihm Getreidearten, Roggen, Weizen, Dinkel. Aber auch auf Soja setzt der Hof.

Gerdes sagt: "Das funktioniert unter Klimawandelbedingungen möglicherweise besser." 

Seit drei Jahren wird diese außergewöhnliche Sortenvielfalt zusätzlich durch den Anbau von Kartoffeln ergänzt. Der Kern von Gerdes Strategie ist es, auf viele verschiedene Pflanzen in Bio-Qualität zu setzen. Das senkt in Zeiten des Klimawandels, in denen das Wetter immer unvorhersehbarer wird, das Risiko von Ernteausfällen: Denn fällt die Ernte einer Art aus, wirft eine andere Art noch etwas ab. 

"Meiner Meinung nach ist der ganzheitliche Ansatz beim Ökolandbau wegen seiner Ressourceneffizienz der einzig zukunftsträchtige“, ist Johann Gerdes überzeugt.

Damit meint er die bäuerliche Kreislaufwirtschaft: Es werden keine Ressourcen verschwendet, sondern in Kreisläufen immer wieder neu verwertet. Deswegen hält Johann Gerdes auch Rinder, sowohl zur Mast als auch zum Aufbau einer Mutterkuhherde, die zum Beispiel Klee fressen. Dieser wird für die Bodenfruchtbarkeit als Zwischenfrucht angebaut, ist jedoch für den Menschen nicht verwertbar. Der Kuhmist wird dann im Frühjahr und Herbst als Dünger für den Acker genutzt und gibt dem Boden die nötigen Nährstoffe zurück. So schließt sich der Kreislauf.

Mit Regionalwert AG Berlin-Brandenburg in eine nachhaltige und transparente Lebensmittelversorgung investieren

Die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg versteht sich als Bürgeraktiengesellschaft und steht für mehr ökologische und faire Lebensmittel aus der Region. Das bereits in anderen Teilen Deutschlands erprobte Modell ermöglicht Wertschöpfung und mehr Ökolandbau, schafft Arbeitsplätze und unterstützt junge, nachhaltig ausgerichtete Betriebe. Als Aktionärin oder Aktionär der Regionalwert AG Berlin-Brandenburg  sind Sie Teilhaber an den Höfen und Betrieben, an denen sich die Regionalwert AG beteiligt. So stärken Sie Betriebe, die in Ihrem Sinne ökologisch wirtschaften und Sie mit gutem Gemüse und Obst, Fleischprodukten aus artgerechter Haltung, vollwertigem Brot und frischem Käse und Joghurt aus der Region versorgen. Mit Ihrer Investition sorgen Sie dafür, dass mehr Flächen in der Region ökologisch bewirtschaftet werden – mit allen Vorteilen für den Boden, das Klima, Flora und Fauna und für die Menschen, die darauf arbeiten. 

Die Ausgabe von neuen Aktien der Regionalwert AG Berlin-Brandenburg hat begonnen.

 

Quelle: Regionalwert AG Berlin-Brandenburg, MeinekleineFarm, die Zeit
Bild: Regionalwert AG Berlin-Brandenburg