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Meeresenergie Kanada - erste Gezeitenkraft-Plattform vom Stapel gelaufen Richtungsweisende Technologie zur Nutzung der Tidenströmung

Am 2. Februar 2021 wurde die erste Plattform des Meeresenergie-Projekts FORCE 1 in der Mündung der kanadischen Bay of Fundy zu Wasser gelassen. Das schwimmende Kraftwerk ist das Ergebnis einer langjährigen internationalen Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Technikern, Ingenieuren und Kaufleuten aus Deutschland, Schottland und Kanada. Die Plattform-Technologie gilt als richtungsweisend: Sie ist umweltfreundlich, sehr robust und zudem durch ihr modulares Konzept skalierbar und flexibel einsetzbar. Der große Vorteil von Gezeitenkraftwerken ist darüber hinaus ihre Berechenbarkeit. Während andere regenerative Energieformen vom Wetter abhängen, sind Gezeitenkraftwerke in der Lage, rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr kontinuierlich Strom zu liefern. 

Neue Form der umweltfreundlichen Energiegewinnung: Nutzung der Tidenströmung durch Gezeitenkraftwerke

Das Video zeigt Eindrücke vom Stapellauf der FORCE 1-Gezeitenplattform in der Grand Passage. Die Anlage durchläuft dort seit Februar 2021 technische Optimierungsverfahren, um das enorme Gezeitenkraft-Potenzial der Bay of Fundy bestmöglich nutzen zu können. Der kommerzielle Einsatz ist für Ende 2021 vorgesehen. Zusammen mit zwei weiteren Plattformen soll FORCE 1 dann grünen Strom für rund 400 kanadische Haushalte generieren

Auf FORCE 1 folgt FORCE 2 

In der Bay of Fundy sind sechs schwimmende Gezeitenkraftwerke mit jeweils sechs steuerbaren Unterwasserturbinen geplant – zusammen FORCE 2 genannt. Die Technologie nutzt dabei nicht den Tidenhub direkt, sondern die durch die Gezeiten verursachte Meeresströmung. Das Gesamtkonzept der Gezeitenkraftwerke wurde seit November 2017 in Schottland und seit September 2018 auch in dem raueren Klima der Bay of Fundy erfolgreich getestet.  

Quelle: reconcept GmbH, Bild: © reconcept/Sustainable Marine Energy