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06. März 2008: Umweltfinanz Interview - Götz Hoyer zum CleanTech Equity Bei der vorbörslichen Wachstumsfinanzierung von Unternehmen aus der Umweltbranche werden private Kapitalgeber zunehmend wichtiger. Um innovative Ideen zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen, brauchen die meist mittelständischen und jungen Unternehmen Eigenkapital. Mit dem Chorus Equity CleanTech gibt es seit diesem Jahr den ersten Private Equity Dachfonds für Privatanleger, der sich auf den Bereich der Erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien spezialisiert hat. Zu den Investitionsentscheidungen wird der Fonds von Herrn Götz Hoyer beraten, er ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Fleischhauer, Hoyer & Partner (FHP), München. FHP hat sich auf die Themen "Venture Capital und Private Equity" ausgerichtet, berät Institutionelle Investoren sowie Venture Capital- und Private Equity-Gesellschaften und hat unter anderem ein eigenes Rating für Private Equity Fonds entwickelt.
Umweltfinanz: Herr Hoyer, wie interessant ist die vorbörsliche Beteiligung an CleanTech-Unternehmen im Vergleich zu Beteiligungen nach der Börseneinführung, z.B. durch Aktien oder spezialisierte CleanTech-Investmentfonds?
Hoyer: Die meisten der börsennotierten Cleantech-Unternehmen haben schon recht ambitionierte Bewertungen erreicht. Phasen, in denen die Aktienmärkte korrigieren - wie jetzt, treffen sie dafür umso härter. Solarenergie-Unternehmen mussten beispielsweise im Vergleich zu ihren Höchstkursen Abschläge von über 50% hinnehmen. Anleger, die zum falschen Zeitpunkt eingestiegen sind, sitzen somit auf großen Verlusten. Bei vorbörslichen Beteiligungen über spezialisierte Fonds bestehen diese Schwankungen nicht. Und oftmals verdienen diese Investoren auch mehr, wenn sie ihre Beteiligungen zum Zeitpunkt der Börseneinführung oder kurz danach verkaufen. Übrigens ist ein Großteil der heute an der Börse notierten Cleantech-Unternehmen aus solchen privaten Beteiligungen hervorgegangen.
Umweltfinanz: Als Privatanleger mit "kleineren" Anlagebeträgen kann man an diesem interessanten Bereich nur über geschlossene Fonds oder durch Beteiligungen an börsennotierten Venture-Capital-Finanzierern partizipieren. Wo sehen Sie in diesem Zusammenhang die Vorteile einer Investition in den Chorus Equity CleanTech?
Hoyer: Bei der Beteiligung an börsennotierten Venture-Capital-Finanzierern ist man genauso den Schwankungen der Börsen ausgesetzt wie bei jeder anderen Aktie auch. Außerdem ist es für den Privatanleger schwer zu beurteilen, ob der Wert der Aktie dem Wert der zu Grunde liegenden Beteiligungen entspricht. Unter Umständen ergeben sich erhebliche Differenzen.
Chorus Equity CleanTech verfolgt ein Dachfondskonzept. Mit einer Investition bekommt man Zugang zu Zielfonds und damit auch zu Unternehmen, den sonst nur institutionelle Investoren haben. Die Manager der Zielfonds sind Investmentprofis und in der Lage, die Spreu vom Weizen zu trennen. Beteiligt wird sich an Unternehmen in der Wachstumsphase, die mit dem investierten Kapital Börsenreife erreichen können. Das heißt, daß trotz des Dachfondkonzeptes genügend Renditepotenzial bleibt.
Umweltfinanz: Welche Voraussetzungen müssen Zielfonds und ihre Unternehmensbeteiligungen erfüllen, damit sie konkret für den Chorus Equity CleanTech als Geldgeber interessant werden? Welche Renditen sind realistisch zu erwarten?
Hoyer: Die Unternehmen sollten schon eine gewisse Reife aufweisen und bereits Umsätze aufweisen. Erst dann wird das Risiko kalkulierbar. Venture-Capital-Investitionen in solche Unternehmen haben in den letzten neun Jahren zu einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von über 50 % geführt. Die Fonds, die diese Unternehmen auswählen, sollten eine einschlägige Erfahrung aufweisen und in der Vergangenheit bewiesen haben, daß sie ihr Geschäft verstehen. Die Zielrenditen der Fonds liegen typischerweise bei 25 % p.a..
Umweltfinanz: Über die Beteiligung an der Zouk CleanTech Europe LP ist der Chorus-Fonds mittelbar bereits in mehrere sehr interessanten Unternehmen investiert. Sollte dieser Vorteil überhaupt durch weitere Beteiligungen verwässert werden, oder ist eine weitere Risikostreuung vorteilhaft?
Hoyer: Zouk stellt sicherlich eine besondere Gelegenheit dar. Ein Investor in den Chorus-Fonds ist gleich von Anfang an mittelbar an fünf Cleantech-Unternehmen beteiligt. Grundsätzlich sollen aber natürlich noch weitere Fondsinvestments vorgenommen werden natürlich nur in ähnlich hoch qualifizierte Fonds. Wir analysieren derzeit zwei Fonds, die ebenfalls schon erste Beteiligungen abgeschlossen haben und eine ideale Diversifizierung darstellen würden.
Umweltfinanz: Herr Hoyer, wir danken Ihnen für das Gespräch!
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