20. Feb. 2008: Emissionshandel: Zuteilungsverfahren für zweite Handelsperiode abgeschlossen
Klimaschutz / Emissionshandel: Im Zuteilungsverfahren für die zweite Handelsperiode des Emissionshandels (2008-2012) teilt die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt 1.625 Anlagen Zertifikate zu. Das Gesamtbudget liegt bei rund 452 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Die Zuteilung der unentgeltlichen Emissionsberechtigungen fällt im Ergebnis der gesetzlichen Regelungen des Zuteilungsgesetzes 2012 (ZuG 2012) sehr differenziert aus: Anlagen unter 25.000 Tonnen Jahresemissionen Kohlendioxid (CO2) sind völlig von einer Kürzung befreit. Industrieanlagen unterliegen moderaten Kürzungen von 1,25 Prozent, Anlagen der Energiewirtschaft erhalten dagegen anlagenspezifisch sehr unterschiedliche Zuteilungen. Die gesetzlichen Kürzungen fallen jeweils sehr unterschiedlich aus.
Im Gesamtbudget von exakt 451,86 Millionen Emissionsberechtigungen pro Jahr sind auch eine Reserve von 23 Millionen Berechtigungen enthalten sowie jährlich 40 Millionen Emissionsberechtigungen, die von der Bundesregierung am Markt verkauft werden.
Die mehrfachen gesetzlichen Kürzungen bei Anlagen der Energiewirtschaft wirken sich in der Zuteilung wie folgt aus: Der veräußerungsbedingte Kürzungsfaktor der Zuteilung bei Anlagen, die Strom produzieren, beträgt 0,844 (gut 15 Prozent). Diese Kürzung betrifft 427 Anlagen der Energiewirtschaft. Sie erzeugt den jährlichen Anteil von 40 Millionen Emissionsberechtigungen, der am Markt veräußert wird. Um das Gesamtbudget zu sichern, werden die Zuteilungen für Anlagen der Energiewirtschaft je nach ihrem Effizienzstandard anteilig weiter gekürzt. 176 Anlagen der Energiewirtschaft sind von der so genannten anteiligen Kürzung betroffen - die spezifischen Kürzungen einzelner Anlagen betragen bis zu 35 Prozent.
Quelle: Umweltbundesamt
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