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9. März 2007: Einigung auf Klimaschutzziele bei EU-Gipfel Die Europäische Union hat die weltweit ersten verbindlichen Vorgaben für die Zeit nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls beschlossen. Bis 2020 will die Union ein Fünftel der Energie aus Wasser- und Windkraft sowie Sonne und Biomasse gewinnen. Derzeit sind es nur 6,5 Prozent. Frankreich darf dabei seinen hohen Anteil an Atomstrom zwar geltend machen. Beim Ziel von 20 Prozent bis 2020 wird Atomstrom jedoch nicht mitgerechnet. Die Europäische Union will mit einem umfassenden Klimaschutz-Programm auch nach dem Auslaufen des Kyoto-Abkommens 2012 international Vorreiter sein.
Die EU verpflichtet sich dazu einseitig, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Dies soll dazu beitragen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Falls es ein neues weltweites Klimaabkommen gibt, ist die EU auch zur Senkung ihrer Treibhausgase um bis zu 30 Prozent im Vergleich zu 1990 bereit. Nach dem Kyoto-Abkommen muss sie bis 2012 acht Prozent erreichen, tut sich damit aber bereits schwer.
Zu den Zielen sollen die EU-Staaten unterschiedlich beitragen. Die Details der EU-internen Lastenverteilung sind noch offen, für Deutschland wird aber mit einem Reduktionsziel von etwa 40 Prozent gerechnet. Die EU-Länder stoßen 14 Prozent der weltweiten Treibhausgase aus. Um den Ausstoß an Treibhausgasen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, will die EU stärker auf die Erneuerbaren Energien setzen: Insgesamt 20 % des gesamten EU-Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen bis 2020 sind ein anspruchsvolles Ziel.
Ganz nebenbei wurde auch das Ende der Glühbirne beschlossen, ab 2009 soll in den EU-Staaten durch "Regeln zur effizienten Beleuchtung" der Schrittweise Übergang zu Energiesparlampen begonnen werden. Diesel und Benzin soll bis 2020 in allen Staaten zu zehn Prozent aus Biokraftstoff bestehen.
Quelle: NTV
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